Samstag, 21. 3. – Thor Steinar zu Putzlappen!

Samstag, 21. 3. ab 12 Uhr
Große Kiezparade – Kein Kiez für Nazis -

Lasst uns tanzend, laut und friedlich zeigen, dass wir uns faschistischen Scheißdreck nicht bieten lassen.
Der neue Naziladen „Tromsö“ am Bersarinplatz ist nur einer von vielen Gründen den Faschos lautstark entgegenzutreten.

Wir wollen allen, die sich gegen die Faschisten engagieren Mut machen und Ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wir wollen denen den Rücken stärken und Danke sagen, die sich in langjähriger und mühsamer Kleinarbeit an diesen Lumpen abarbeiten.
Wir wollen uns gegenseitig ermutigen, diesen rechten Schlägern keinen Raum in unsere Mitte zu überlassen.
Denn wir sind viele, wir sind bunt und wir werden es nicht zulassen, dass Faschisten unser tolerantes Miteinander mit ihrer gewalttätigen, menschenverachtenden Ideologie zerstören.

Verkleidet euch, macht nen Wagen, Musik, Strassentheater, Tanzgruppen, Lesungen, Flötenkonzerte, irgendwas!
Achtet aufeinander, seid stark, haltet zusammen, los gehts! Seid kreativ, werdet aktiv, tut was!

Bunt gegen Braun!

Wilde 12 / reggae
• Pyroman

WoW / elektro
• Doppel S
• Tim Tapedeck
• Jackheart

Kommando Epikur HI / elektro
• Drama Nui
• Por.no

Keep it rollin / drum n’ bass
• Flare 5 (Basstion)
• wizzla (Capital Steppaz)
• (DnB)Tonmischer (schallfront)
• Marat (Raketenmusik, Audiovandalism)
• Hardy (40° Fever)
• HNS (Audiomassive)
• Rollin MC (TFA System, Capital Steppaz)
• MC Massiw Le Ghaza (olivia fx)

Achtung ab hier könnte es anstrengend werden, es folgt: Information

Demoroute, falls Ihr später kommt:
Ab 12 Boxi, dann die Mainzer hoch bis zur Frankfurter, rechts ab bis Höhe Pettenkofer und…. Mittelkundgebung…dann weiter die Pettenkofer hoch, links in die Rigaer, kleiner Schlenker über Voigt und Schreinerstr, dann wieder auf die Rigaer und immer runter bis zum Bersarinplatz, dann vor den Tromsö Abschlusskundgebung.

Zur Kiezparade / Initiative gegen Rechts:

‚Friedrichshain ist Nr.1 bei rechter Gewalt’ – Diese Nachricht erschreckte 2006 alle, die es noch nicht wussten. Empört und aufgebracht veranstaltete ein breites Bündnis aus Normalos und Freigeistern eine dicke Parade gegen den rechten Einfluss in ihrem Kiez. Mehr als 3000 Leute nahmen teil.
Auch im Jahr 2007 gab es eine Parade, denn die Nachrichten von Übergriffen und Gewalttaten von rechts rissen nicht ab. Und auch heute steht die traurige Statistik wie ein Fanal für das Zustandekommen der Parade, wie für die Arbeit der Initiative gegen Rechts.
Während die Parade eine Art öffentliches Ereignis darstellt, arbeitet die Ini kontinuierlich. Wenn Ihr Ideen habt, oder Euch einbringen wollt könnt Ihr jeden ersten Dienstag im Monat in den Mieterladen in der Kreutzigerstr. 23 kommen. Ihr seid auch willkommen, wenn Ihr eine Idee durchziehen wollt, Euch aber nicht jahrelang in Gremien den Hintern wundscheuern wollt. Die Ini ist gerade auch für Spontanbündnisse und kreative Impulse da.
www.initiative-gegen-rechts.de

Mehr zur Statistik der rechtsradikalen Gewalttaten in F-hain und Berlin:
www.reachoutberlin.de

Zur Kündigung des Tromsö:
Ihr habt ja sicher in der Zeitung gelesen, dass dem Tromsö- Laden fristlos gekündigt wurde. Das ist erst mal großartig und wir applaudieren allen Engagierten, die hinter den Kulissen Druck auf den Vermieter ausgeübt haben (lokale Politiker, so was gibt’s auch)! Bevor wir jetzt aber alle fröhlich „Eigenthor Ihr Pfeifen“ rufen, gibt’s noch ein Problem. Denn die Sache ist damit nicht gegessen. Es gibt leider noch einige Hürden zu überwinden, bevor der Laden dann wirklich weg ist.
Kündigungen für Naziläden gab es schon häufiger und die Sache ist inzwischen bei irgendeinem höheren Gericht gelandet und die Verhandlungen über die Materie laufen und können Jahre dauern. Jahre in denen der Laden seinen Scheiß weiter vermarkten und verkaufen kann.
Zweites Problem könnte sein, dass sich der Naziladen aus seinem Vertrag rauskaufen lässt. Das ist auch schon vorgekommen und hat sich teils schon zur Strategie bei den Faschos entwickelt. Wir sind dagegen, dass wir diesen Mistkerlen auch noch Geld hinterher zuwerfen (und ich denke es handelt sich nicht um Peanuts).

Zur Lage des Tromsö:
Was mich echt sauer macht ist, dass es sich bei den Thor Steinar Betreibern nicht um ein paar braune Jungs, relativ harmlose Glatzen handelt, sondern echte miese, menschenverachtende Mörder. Das sind keine verblendeten Idioten, das sind Gesinnungsfaschisten!
Wie sonst kann man auf die Idee kommen, einen Naziladen im gleichen Haus zu eröffnen, in dem früher ein SA- Folterkeller untergebracht war? Eine Gedenktafel an der Petersburgerstr. 94 erinnert an die Verbrechen, die hier ab 1932 an ungezählten Menschen von Nationalsozialisten verübt wurden. In solch einem Gebäude so einen Laden zu eröffnen, bringt die ganze verlogene, menschenverachtende und revisionistische Denke dieser Mörderbande ans Licht. Von wegen Klamotten, von wegen völkisch oder so….das sind Nazis, wie sie im Buche stehen!

Zu Thor Steinar:
Jetzt ist ja echt schon viel gesagt, aber ich möchte Euch noch zwei Links hinweisen. „Stop Thor Steinar“ und „Investigate Thor Steinar“ sind zwei Dokumentationsseiten, auf denen man alle Infos zu dem Verein bekommt. Die sind international tätig, machen Millionenumsätze und das nicht nur in Deutschland. Erschreckend, aber wahr. Auf den Blogs kriegt man kurze und gute Texte zu Hintermännern, Geschäftsgebaren etc.
http://www.stop-thorsteinar.de.vu/
http://investigatethorsteinar.blogsport.de/